Zusammenfassung

In Anlehnung an das Berliner Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (1999) und die Berliner Abfallwirtschaftsstrategie (2011), deren Hauptziel die Entwicklung eines modernen, geschlossenen Abfallwirtschaftssystems ist, hat die Stadt Berlin Maßnahmen und Initiativen dazu umgesetzt dazu beitragen, die recycelte Abfallmenge von 445,000 Tonnen im Jahr 1996 (20.9 % des gesamten Abfalls) auf 624,000 Tonnen im Jahr 2012 (42.2 %) zu erhöhen.xxvii Darüber hinaus setzt die Strategie ehrgeizige Klimaschutzziele, darunter eine zusätzliche jährliche Reduzierung von 1.1 Millionen Tonnen CO2e bis 2020 (etwa 25 % der Reduzierung der gesamten Treibhausgasemissionen Berlins im Zeitraum 2010–2020). Dies soll nicht nur durch hochwertiges Recycling und eine sauberere Verwertung von Abfällen erreicht werden, sondern auch durch ein verbessertes, umweltbewusstes öffentliches Beschaffungssystem im Wert von jährlich 4 bis 5 Milliarden Euro in allen städtischen Regierungsbehörden.

Im Jahr 2010 verabschiedete das Abgeordnetenhaus von Berlin das Berliner Vergabegesetz (BerlAVG). Damit sind alle öffentlichen Beschaffungsstellen in Berlin verpflichtet, bei ihrer Beschaffung Umweltkriterien, einschließlich der Lebenszykluskosten, zu berücksichtigen. Im Jahr 2013 wurde die „Verordnung über die Anwendung von Vorschriften für umweltgerechte Beschaffung und Auftragserteilung bei Lieferungen, Bauleistungen und Dienstleistungen“ (VwVBU) erlassen.xxviii in Kraft getreten. Es legt Mindestumweltkriterien für den Erwerb relevanter Produkte, Bauleistungen und Dienstleistungen in Form von Datenblättern, Einkaufsbeschränkungen und Spezifikationen für die Bewertung von Angeboten durch Berechnung der Lebenszykluskosten für Elektrogeräte, Fahrzeuge und Gebäude fest.

Die Ergebnisse

Mit dieser Verwaltungsvorschrift sind Kommunen zu einer treibenden Kraft für Innovationen in zahlreichen Sektoren geworden, indem sie den Einsatz nachhaltiger, energieeffizienter Produkte fördern, deren Herstellung begrenzte Auswirkungen auf das Klima, die Umwelt und die öffentliche Gesundheit hat unter fairen Arbeitsbedingungen. Die Verordnung enthält strenge Umweltkriterien, wie Mindeststandards unter Berücksichtigung der Lebenszykluskosten oder direkte Beschränkungen bei der Beschaffung bestimmter Arten von Produkten für Büromaterialien, Bürogeräte, Reinigungsmittel und Reinigungsdienstleistungen, Straßenfahrzeuge, Großveranstaltungen, Ausschreibungen für Stromversorgung , der Planung von Bürogebäuden und für die Verwertung von Gewerbeabfällen.

Gründe für den Erfolg

Berlin leistet einen aktiven Beitrag zu einer effizienteren Fertigung und Produktgestaltung, indem es Nachhaltigkeitsanforderungen in alle öffentlichen Beschaffungen einbezieht. Die Größe der Regierung als größter Einkaufseinheit macht sie zu einem herausragenden Akteur des Wandels, der die Vorteile auf alle Beteiligten in der Produktionskette verteilt.xxix 

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Benefits
  • Wirtschaftlich
  • Umwelt
Schlüsselwirkung
Kommunen sind in zahlreichen Sektoren zu einer treibenden Kraft für Innovationen geworden, indem sie den Einsatz langlebiger, energieeffizienter Produkte fördern, die nur begrenzte Auswirkungen auf das Klima, die Umwelt und die öffentliche Gesundheit haben und unter fairen Bedingungen hergestellt werden
Emissionsreduzierung
Die Strategie legt darüber hinaus ehrgeizige Klimaschutzziele fest, darunter die einer zusätzlichen jährlichen Reduzierung von 1.1 Millionen Tonnen CO2e bis 2020 (etwa 25 % der Reduzierung der gesamten Treibhausgasemissionen Berlins im Zeitraum 2010–2020).
Da
2011
Finanzielle Einsparungen
Das verbesserte, umweltverträgliche öffentliche Beschaffungssystem Berlins bringt den öffentlichen Stellen der Stadt jedes Jahr etwa 4-5 Milliarden Euro ein
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