Passivhausstandards, Dachbegrünung und nicht motorisierter Verkehr machen die Bahnstadt zum größten emissionsfreien Stadtteil der Welt.

Die Herausforderung

Durch die Schließung eines ehemaligen Güter- und Rangierbahnhofs in Heidelberg wurde ein zentraler Stadtteil zur brachliegenden Brachfläche. Angesichts des knappen Wohnraums in der Innenstadt initiierte Heidelberg ein Stadtumbauprojekt, die Bahnstadt. Das Projekt wurde entwickelt, um dem Ziel der Stadt, ihre CO2-Emissionen drastisch zu senken, gerecht zu werden, und beweist, dass Stadtbezirke emissionsfrei sind.

Die Lösung

In Heidelberg ist der neue Stadtteil Bahnstadt das größte Stadtentwicklungsprojekt Deutschlands und verfügt mit 116 Hektar über die größte Passivhausfläche der Welt. Der extrem niedrige Energieverbrauch der Häuser liegt weit unter den Anforderungen der Energieeffizienzstandards für Gebäude des Landes. Eigens für den Stadtteil wurde ein großes Holzhackschnitzel-Blockheizkraftwerk errichtet, das die Bahnstadt jährlich mit 24 Millionen kWh Strom und 80 Millionen kWh Heizenergie versorgt, genug, um den Energiebedarf des gesamten Stadtteils zu decken und den CO2-Ausstoß auf nahezu 0 % zu senken XNUMX %. Die Hackschnitzel werden aus nachhaltigen Quellen gesammelt, beispielsweise aus Landschaftspflegeabfällen.

Durch die zentrale Lage der Bahnstadt in Heidelberg mit schneller Anbindung an den Hauptbahnhof, Straßenbahnen und Busse wird der Individualverkehr minimiert. Wenn die Bewohner ein Auto benötigen, steht ihnen eine Carsharing-Flotte mit Elektrofahrzeugen zur Verfügung, die bis 1,800 auf 2020 Elektrofahrzeuge erweitert werden soll. Attraktive Fuß- und Radwege innerhalb und außerhalb des Bezirks haben das Fahrrad zum Hauptverkehrsmittel in gemacht Bahnstadt trägt zum Heidelberger Ziel bei, die Treibhausgasemissionen bis 95 um 2050 % zu reduzieren.

Vorteile für die Umwelt – Alle Haushalte im Bezirk sind mit intelligenten Zählern ausgestattet, sodass die Bewohner ihren Energieverbrauch und ihre Kosten im Auge behalten und so einen niedrigen Energieverbrauch fördern können.

Soziale Vorteile – Der Bezirk bietet barrierefreie Wohnungen für behinderte und ältere Bewohner, große Wohnungen für Familien, kleine Wohnungen für Studenten und ein Förderprogramm, das einkommensschwachen Bewohnern bis zu einem Drittel der Monatsmiete zur Verfügung stellt.

Wirtschaftliche Vorteile – Durch die Entwicklung des Bahnstadtviertels wurden 7,000 Arbeitsplätze geschaffen, die Arbeitslosenquote gesenkt und zur wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen.

Nutzen für die Gesundheit – Durch die Bereitstellung einer attraktiven Infrastruktur für Radfahrer, Fahrradparkplätze und anderer fahrradbezogener Dienstleistungen fördert die Stadt die Bewohner der Bahnstadt zum Radfahren und verbessert so die Gesundheit der Bewohner.

Über Cities100

Präsentiert von C40 Cities Climate Leadership Group (C40), Sustainia und Realdania – Städte100 präsentiert führende Lösungen für städtische Klimaherausforderungen in zehn Sektoren, von der Abfallentsorgung bis zum Transport.

Cities100 ist online und in gedruckter Form verfügbar und bietet Stakeholdern ein zugängliches Format, um realisierbare Lösungen für den Klimaschutz in Städten zu erkunden. Es wird ein nützliches Instrument für relevante Gruppen sein, von Impact-Investoren und Entwicklungsorganisationen bis hin zu Bürgermeistern und Stadtverwaltungen. Sie können online auf die vollständige Cities100 2015-Publikation zugreifen hier.

Benefits
  • Wirtschaftlich
  • Umwelt
  • Gesundheit
  • Social Media
Schlüsselwirkung
Auf zwei Dritteln der Dächer der Bahnstadt werden Pflanzen bepflanzt, die den Naturschutz, ein attraktives Mikroklima und die Regenwasserrückhaltung fördern
Emissionsreduzierung
30,000 Tonnen CO2 werden durch das mit Hackschnitzeln betriebene Blockheizkraftwerk pro Jahr eingespart
Artikel teilen

Weitere Fallstudien